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Rundschreiben des Senators für Finanzen Nummer 07/2026 vom 27.03.2026
Einführung von dReservierung in der FHB
Rolloutplanung und Informationen für den örtlichen Einsatz
Verteiler: Alle Dienststellen
Über Verteilerlisten:
organisation@dienststelle.bremen.de
personal@dienststelle.bremen.de
dienststellenleitung@dienststelle.bremen.de
it-stelle@dienststelle.bremen.de
Adressatenkreis:
zuständige Fachstellen (insbesondere Liegenschaftsbetreuung, Gebäudemanagement, IT-Stellen, Organisationsbereiche)
Der Senat hat in seiner Sitzung am 25.11.2025 TOP 2 „Neue Arbeitswelten in der FHB; Etablierung von Standards zur Umsetzung neuer Bürokonzepte und Einführung einer Arbeitsplatzquote“ in Verbindung mit den neuen Flächenstandards beschlossen, dass als Arbeitsplatzmanagementmodell im BASIS.bremen- und SIS-Umfeld die Anwendung dReservierung zu nutzen ist.
Das Programm dReservierung von Dataport ist eine digitale Lösung zur flexiblen Buchung und Verwaltung von Arbeitsplätzen in der öffentlichen Verwaltung. Mitarbeitende können über eine benutzerfreundliche Weboberfläche oder eine App verfügbare Arbeitsplätze in ihrer Dienststelle einsehen und für bestimmte Zeiträume reservieren. Dabei besteht die Möglichkeit, gezielt nach Standorten, Etagen oder bestimmten Bereichen zu filtern, sodass die Suche nach einem passenden Arbeitsplatz effizient gestaltet wird. Die Software zeigt in Echtzeit an, welche Arbeitsplätze frei, belegt oder bereits reserviert sind, und stellt Zusatzinformationen zur Verfügung, etwa zur Ausstattung des Arbeitsplatzes wie höhenverstellbare Tische oder Monitore. Buchungen können flexibel für einzelne Tage, halbe Tage oder bestimmte Zeitfenster vorgenommen werden; auch wiederkehrende Reservierungen, beispielsweise für regelmäßige Präsenztage, sind möglich.
Der Gesamtpersonalrat (GPR) hat der Anwendung und deren Einsatz am 17.02.2026 für die bremische Verwaltung zugestimmt.
In einer flexiblen, ortsunabhängigen und modernen Arbeitswelt wächst der Bedarf, Arbeitsplätze und weitere Ressourcen wie Besprechungsräume und Arbeitsmittel komfortabel zu organisieren und gleichzeitig Ressourcen effizient zu verwalten. Dies ist über die digitale, von Dataport entwickelte Anwendung „dReservierung“ möglich und kann in der FHB ab sofort eingesetzt werden.
Neben der Bereitstellung einer komfortablen und niedrigschwelligen Buchungsmöglichkeit für Arbeitsplätze ist vorgesehen, den Datenbestand über die IT-Infrastruktur sowie weitere arbeitsplatzbezogene Hardware korrekt zu erfassen. Damit soll das bisherige client- bzw. personenbezogene Inventarisierungsmodell abgelöst werden, da dieses für Arbeitsmodelle wie Desksharing und Homeoffice nicht geeignet ist.
Der Rechnungshof hat darüber hinaus in seinem Jahresbericht 2023 gefordert, die Inventarisierung der IT-Hardware in der Verwaltung zu verbessern, da eine beträchtliche Anzahl von Monitoren und Rechnern nicht eindeutig zugeordnet werden konnte. Dies wurde mit der unzureichenden beziehungsweise fehlenden Inventarisierung begründet, die zu mangelnder Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Geräte führt. Diese Defizite würden die Verwaltung der IT-Hardware erschweren und würden Risiken für die Sicherheit sowie den effizienten Ressourceneinsatz und die Wirtschaftlichkeit bergen.
Rollout zunächst im BASIS.bremen Umfeld
Für die BASIS.bremen Kunden steht dReservierung bereits zur Verfügung und wird über die IT-Querschnittspauschale finanziert. Mit der Einführung von dReservierung wird das neue Inventarisierungsmodell für BASIS.bremen Kunden in diesem Zuge etabliert.
Zukünftig können auch Dienststellen, die bereits den Standard-Infrastruktur-Service (SIS-Betrieb) der FHB nutzen und keinen gemanagten Clientbetrieb bei Dataport beauftragt haben, dReservierung einsetzen.
Zur Finanzierung des Einsatzes von dReservierung bei SIS-Dienststellen kann die bereits bestehende SIS-IT-Querschnittspauschale erweitert werden.
Es wird empfohlen, dass das neue standardisierte Inventarisierungssystem auch für die SIS-Dienststellen und deren betriebseigene Hardware auf das neue Modell umgestellt wird.
Dienststellen, die keine BASIS.bremen- oder SIS-Kunden sind und die Software nutzen möchten, müssen die Software direkt bei Dataport einkaufen und eigenständig finanzieren.
Damit die Software dReservierung vollumfänglich genutzt werden kann, müssen im ersten Schritt alle Arbeitsplätze, Peripheriegeräte und sonstige Ressourcen erfasst werden. Für die Erfassung sind die Ressorts selbst verantwortlich. Erst nach dieser Erfassung können die Funktionen zur Buchung von Arbeitsplätzen und Ressourcen genutzt werden.
Die Zeitplanung für den Rollout wird durch die Beteiligung der IT-Dienstleister Dataport und dessen Vor-Ort-Dienstleister vorgegeben. Der Zeitplan ist für alle Beteiligten bindend. Zum konkreten Vorgehen ist ein aktualisiertes Informationsschreiben von SF45 diesem Rundschreiben beigefügt (s. Anlage 1).
Sobald alle Ressourcen in dReservierung erfasst sind, können Arbeitsplätze, Arbeitsmittel, Besprechungsräume etc. von den Mitarbeitenden gebucht werden. Wie diese Funktion genutzt wird, ist in den Dienststellen zu entscheiden. Dafür sollte eine örtliche Mitbestimmung zur Festlegung der bei dReservierung zu hinterlegenden Rollen und Rechte (s. Anlage 2) erfolgen. Örtlich mitbestimmt werden sollte auch, auf wie viele Mandanten eine Dienststelle aufgeteilt wird und welche Administratoren welche Mandanten betreuen. Ebenso sollte örtlich festgelegt werden, welche optionalen Funktionen der Anwendung für die Dienstelle freigeschaltet werden dürfen. (s. Anlage 3)
Da die Ressorts im Rahmen des Senatsbeschlusses vom 25.11.2025 Konzepte zur Flächenreduktion erstellen und Desksharing als Gestaltungselement nutzen sollen, ist ein Einsatz aller Funktionen der Anwendung empfehlenswert. So wird die flexible Nutzung und Verwaltung von Arbeitsplätzen unterstützt und trägt maßgeblich zur Umsetzung moderner Arbeitsformen bei. Zur Planung und Umsetzung von Desksharing-Projekten stellt der Senator für Finanzen den Leitfaden Desksharing bereit.
Weiterentwicklung der Anwendung
Das Produkt dReservierung wird von Dataport laufend fortentwickelt. Das Feedback der Nutzer*innen fließt kontinuierlich mit ein: Dataport führt jährlich eine große Umfrage bei allen Nutzenden durch, bei der vor allem die Zufriedenheit insgesamt und die Zufriedenheit mit den Kernfunktionen sowie Optimierungswünsche abgefragt werden. Darüber hinaus kann von den Nutzenden jederzeit ein Feedback über die Homepage des Dienstes abgegeben werden. Der SF wird als Auftraggeber darauf hinwirken, dass die Anforderungen der Ressorts und ihrer Nutzenden an etwaige Anpassungen kontinuierlich bei der Weiterentwicklung der Software durch Dataport einfließen. Hierzu ist vorgesehen, diese Schritte im Rahmen von Releaseplanungen verbindlich zu bestimmen. Die Ressorts sollen hierfür ihre Weiterentwicklungswüsche intern koordinieren und über die vorhandenen Gremienstrukturen (Sitzung der Organisationsreferent:innen, Sitzung der IT-Ressortverantwortlichen (ITAB)) einbringen.
Für Fragen zur Inventarisierung und zum technischen Rollout von dReservierung wenden Sie sich bitte
als Erstkontakt an Dataport -dReservierung-
Dataport (AöR)
als Zweitkontakt bei Problemen und Fragestellungen, die nicht den technischen Rollout von dReservierung betreffen:
Der Senator für Finanzen
Referat 45
E-Mail: IT-Stelle-FHB@finanzen.bremen.de
Für Fragen zur Einführung Desksharing- und neuen Arbeitsplatzkonzepten
Der Senator für Finanzen
Referat 34
E-Mail: verwaltungsmodernisierung@finanzen.bremen.de