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  • Abkommen über die erweiterte Zuständigkeit der mit Aufgaben des Strafvollzugs beauftragten Bediensteten der Länder vom 6. Juni 1991

Abkommen über die erweiterte Zuständigkeit der mit Aufgaben des Strafvollzugs beauftragten Bediensteten der Länder

Veröffentlichungsdatum:16.03.1992 Inkrafttreten01.01.1992 FundstelleBrem.GBl. 1992, 43
Gliederungsnummer:312-c-1
Zitiervorschlag: "Abkommen über die erweiterte Zuständigkeit der mit Aufgaben des Strafvollzugs beauftragten Bediensteten der Länder vom 6. Juni 1991 (Brem.GBl. 1992, 43)"

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juris-Abkürzung: StrVollzEZustAbk BR
Dokumenttyp: Abkommen, Verwaltungsvorschriften, Dienstanweisungen, Dienstvereinbarungen, Richtlinien und Rundschreiben
Dokumenttyp: Wappen Bremen
Gliederungs-Nr:: 312-c-1
juris-Abkürzung: StrVollzEZustAbk BR
Ausfertigungsdatum: 06.06.1991
Gültig ab: 01.01.1992
Dokumenttyp: Abkommen
Quelle: Wappen Bremen
Fundstelle: Brem.GBl. 1992, 43
Gliederungs-Nr: 312-c-1
Zum 19.07.2019 aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe

zwischen

  • dem Land Baden-Württemberg,

    dem Freistaat Bayern,

    dem Land Berlin,

    dem Land Brandenburg,

    der Freien Hansestadt Bremen,

    der Freien und Hansestadt Hamburg,

    dem Land Hessen,

    dem Land Mecklenburg-Vorpommern,

    dem Land Niedersachsen,

    dem Land Nordrhein-Westfalen,

    dem Land Rheinland-Pfalz,

    dem Saarland,

    dem Freistaat Sachsen,

    dem Land Sachsen-Anhalt,

    dem Land Schleswig-Holstein und

    dem Land Thüringen

wird im Interesse der besseren Erfüllung von Aufgaben des Strafvollzugs vorbehaltlich der Zustimmung der gesetzgebenden Körperschaften, soweit diese durch die Verfassung vorgeschrieben ist, folgendes Abkommen über die erweiterte Zuständigkeit der mit Aufgaben des Strafvollzugs beauftragten Bediensteten der Länder geschlossen.

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Artikel 1

(1) Die mit der Wahrnehmung von Aufgaben des Strafvollzugs beauftragten Bediensteten jedes vertragschließenden Landes sind berechtigt, die beim Transport, bei der Ausführung und beim Arbeitseinsatz von Gefangenen sowie bei der Nacheile erforderlich werdenden Amtshandlungen auch in anderen Ländern vorzunehmen.

(2) Soweit die Amtshandlung auch zur Zuständigkeit der Polizei gehört, ist die örtlich zuständige Polizeidienststelle unverzüglich zu unterrichten.

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Artikel 2

Die mit der Wahrnehmung von Aufgaben des Strafvollzugs beauftragten Bediensteten haben bei der Vornahme von Amtshandlungen in einem anderen Land die gleichen Befugnisse wie die entsprechenden Bediensteten dieses Landes.

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Artikel 3

(1) Die Kosten für Amtshandlungen in einem anderen Land trägt jedes Land selbst.

(2) Die Rechte und Pflichten in dienstrechtlicher Hinsicht bestimmen sich für die Bediensteten, die in einem anderen Land tätig werden, nach den Gesetzen und den sonstigen Bestimmungen ihres eigenen Landes.

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Artikel 4

(1) Dieses Abkommen gilt für die Dauer von fünf Jahren, gerechnet von dem in Absatz 2 genannten Zeitpunkt an, und verlängert sich auf unbestimmte Zeit, wenn es nicht mit einer Frist von einem Jahr zum Ende eines Jahres gekündigt wird. Die Kündigung ist allen anderen Beteiligten gegenüber schriftlich zu erklären. Die Kündigung durch ein Land läßt die Gültigkeit des Abkommens zwischen den anderen Ländern unberührt.

(2) Dieses Abkommen tritt am 1. Januar 1992 in Kraft. Zu diesem Zeitpunkt tritt das zwischen zehn der beteiligten Länder geschlossene Abkommen über die erweiterte Zuständigkeit der mit Aufgaben des Strafvollzuges beauftragten Bediensteten der Bundesländer vom 15. Juni 1976 außer Kraft.

(3) Dieses Abkommen ist zu bestätigen. Sind bis zum Ablauf des 31. Dezember 1991 dem Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen nicht alle von den beteiligten Ländern ausgefertigten Bestätigungsurkunden zugegangen, so tritt dieses Abkommen unter den beteiligten Ländern in Kraft, deren Urkunden bereits zugegangen sind.

(4) Für jedes beteiligte Land, dessen Bestätigungsurkunde zu dem nach Absatz 3 maßgebenden Zeitpunkt dem Justizminister des Landes Nordrhein-Westfalen nicht zugegangen ist, wird der Beitritt zu diesem Abkommen in dem Zeitpunkt wirksam, in dem seine Urkunde zugegangen ist.

Berlin, den 6. Juni 1991

Für das Land Baden-Württemberg
Der Justizminister
gez. Dr. Helmut Ohnewald

Für das Land Berlin
Die Senatorin für Justiz
gez. Prof. Dr. Jutta Limbach

Für die Freie Hansestadt Bremen
Der Senator für Justiz und Verfassung
gez. Volker Kröning

Für das Land Hessen
Die Ministerin in der Justiz
gez. Dr. Christine Hohmann-Dennhardt

Für das Land Niedersachsen
Für den Niedersächsischen Ministerpräsidenten
Niedersächsisches Justizministerium
gez. Heidrun Alm-Merk

Für das Land Rheinland-Pfalz
Der Minister der Justiz
gez. Peter Caesar

Für den Freistaat Sachsen
Der Staatsminister der Justiz
gez. Steffen Heitmann

Für das Land Schleswig-Holstein
Namens des Ministerpräsidenten
Der Justizminister
gez. Dr. Klaus Klingner

Für den Freistaat Bayern
Die Staatsministerin der Justiz
gez. Dr. Mathilde Berghofer-Weichner

Für das Land Brandenburg
Der Minister der Justiz
gez. Dr. Hans-Otto Bräutigam

Für den Senat
der Freien und Hansestadt Hamburg
gez. Wolfgang Curilla

Für das Land Mecklenburg-Vorpommern
endvertreten durch den Minister für Justiz,
Bundes- und Europaangelegenheiten
gez. Dr. Ulrich Born

Für das Land Nordrhein-Westfalen
Namens des Ministerpräsidenten
Der Justizminister
gez. Dr. Rolf Krumsiek

Für das Saarland
Namens des Ministerpräsidenten
Der Minister der Justiz
gez. Arno Walter

Für das Land Sachsen-Anhalt
Für den Ministerpräsidenten des Landes
Sachsen-Anhalt
Der Minister der Justiz des Landes
Sachsen-Anhalt
gez. Walter Remmers

Für das Land Thüringen
Der Thüringer Justizminister
gez. Dr. Hans-Joachim Jentsch

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